Laut Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BaSE) resultieren aus dem Betrieb der Atomkraftwerke in Deutschland ca. 1.750 Behälter mit bestrahlten Brennelementen und hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung, was einem Volumen von ca. 27.000 m³ und ca. 17.000 Tonnen Schwermetall entspricht. (Stand 19.08.2026)
An „sonstigen“, also schwach- und mittelradioaktiven Abfällen ist laut Bundesregierung von einem Abfallgebindevolumen von rund 360.000 m³ auszugehen. Dazu kommen noch ca. 175.000 bis 220.000 m³, die aus der Rückholung des Atommülls aus der ASSE II anfallen werden sowie bis zu 100.000 m³ Abfallgebindevolumen mit abgereichertem Uran aus der Urananreicherung in Deutschland (Nationales Entsorgungsprogramm 2025).
Von den AKW-Betreibern wurden keine Abfallzahlen veröffentlicht. Für die Jahre 1984 bis 1988 führte die Physikalisch-technische Bundesanstalt (PTB) im Auftrag des 1986 gegründeten Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) eine jährliche Abfallerhebung durch. Mit der Gründung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) am 1. November 1989 ging diese Aufgabe an das BfS über. Diese Atommüll-Erhebung wurde mit den Daten für 2004 eingestellt. Nur für hochradioaktive Abfälle führte die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) diese im Auftrag des Bundesumweltministeriums weiter.
Im September 2013 legte die Atommüllkonferenz – ein loser Zusammenschluss von Anti-Atom-Initiativen – mit dem Bericht „Atommüll – eine Bestandsaufnahme für die Bundesrepublik Deutschland“ eine erste standortscharfe, bemüht umfassende, aber trotzdem lückenhafte Erhebung vor. 2024 hat der Atommüllreport – ein Projekt, das aus der Atommüllkonferenz entstanden ist – den Bericht aktualisiert und dabei die 2013 noch vorhandenen Wissenslücken geschlossen.
Im August 2015 musste die Bundesregierung erstmals ein Nationales Entsorgungsprogramm erstellen und an die EU-Kommission melden. Zu diesem Programm gehört auch eine Abfallerhebung, die mindestens alle drei Jahre aktualisiert werden muss und veröffentlicht wird. Dabei handelt es sich um eine rein zahlenmäßige Erhebung, die vorhandenen Probleme an den Standorten werden – im Gegensatz zum Bericht des Atommüllreports – nicht thematisiert.
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