Fundstück April 2026

Signatur: B-2-12.1

Am 26. April 2026 jährt sich die bisher größte Katastrophe in einem Atomkraftwerk zum 40. Mal. Das AKW Tschernobyl in der damaligen Sowjetunion (heute Ukraine) geriet völlig außer Kontrolle, explodierte und verteilte einen großen Teil seines radioaktiven Inventars aufgrund des Graphitbrandes über Europa. Tschernobyl war nicht wie die meisten AKWs ein sog. Leichtwasserreaktor, sondern setzte Graphit als Moderator (zur Abbremsung der bei der Kernspaltung entstehenden Neutronen ein).

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Fundstück März 2026

Signatur: B-3-2

Seit Januar stehen die gebundenen Jahresausgaben der Betriebszeitung der Kernkraftwerke Lubmin/Greifswald von 1968, 1978 und 1989 als Dauerleihgabe in unserem Magazin. 1968 war der erste, 1989 der letzte Jahrgang der Zeitung.

„Kommunismus ist Weltmacht plus Elektrifizierung“ ist ein Zitat Lenins aus dem Jahr 1920. Damit wurde der erste Versuch eines volkswirtschaftlichen Plans, der GOELRO-Plan, politisch umschrieben. Ziel war es, das wirtschaftlich rückständige und vom Bürgerkrieg gelähmte Russland zu modernisieren. 10 Jahre später waren bereits 31 Kraftwerke in Betrieb genommen.

An diese Zeit knüpft die abgebildete Seite 3 aus der Ausgabe vom September 1969 an. Besonders interessant: Links unten das „erste fahrbare Atomkraftwerk der Welt“, das die Sowjetunion baute.

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Umgebungsüberwachung AKW Grohnde : Bestand des VAU e.V. übergeben

Signatur: P-UB1-2-1

Wir freuen uns, mit den Unterlagen des Vereins für angewandten Umweltschutz (VAU) e.V. einen weiteren Bestand zur Umgebungsüberwachung aus Bürger:innen-Hand bewahren zu können.

Bei der Übergabe am 21. Januar trafen wir uns mit der Kerngruppe des Vereins – dem ehemaligen Vorsitzenden, der langjährigen Aktivistin und dem ehemaligen Schatzmeister des Vereins – zu einem interessanten Gespräch über 15 Jahre Engagement der Bürgerinitiative. Dabei ist ein besonderer Schatz in den Besitz des Archivs gelangt: das Tagebuch des Vereins (siehe Bild).

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Fundstück November 2025

Signatur: P-KA1-5-7-4-81

Im November 1975 – vor 50 Jahren – starben bei einem Unfall im schwäbischen Kernkraftwerk Gundremmingen zwei Arbeiter. Noch einen Monat zuvor hatte der in den USA veröffentlichte so genannte Rasmussen-Report zur Reaktorsicherheit das Risiko durch einen Reaktorunfall umzukommen mit 1 zu 5 Milliarden angegeben – nun gab es die ersten Toten in einem deutschen AKW.

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Sicherheitsanforderungen an die Lagerung radioaktiver Abfälle

Die Auseinandersetzung über die dauerhafte, sichere Lagerung der radioaktiven Abfälle beschäftigen Politik, Wissenschaft und Gesellschaft seit vielen Jahrzehnten. Unterstützt durch eine Spende der Volkswagen AG konnte Aktenmaterial aus verschiedenen Beständen des Archivs Deutsches Atomerbe e.V. zum Thema Sicherheitsanforderungen an die Lagerung radioaktiver Abfälle erschlossen und digital zur Verfügung gestellt werden.