Salzbergwerk ASSE II

Vom 04.04.1967 bis zum 31.12.1978 wurden in das alte Salzbergwerk ASSE II im Landkreis Wolfenbüttel (Niedersachsen) 109.715 Gebinde mit schwachradioaktiven Abfällen und 1.293 Gebinde mit mittelradioaktiven Abfällen eingelagert. Dazu kommen 14.779 Gebinde mit mittelradioaktiven Abfällen, die in eine verlorene Betonabschirmung gepackt und deshalb offiziell als schwachradioaktiv deklariert wurden.

Inzwischen leugnet niemand mehr, dass eingetreten ist, wovor Fachleute bereits 1962 gewarnt haben: Die ASSE II droht einzustürzen und abzusaufen. Mitte der 90er Jahre begann die Verfüllung der Westflanke. Von 2009 bis 2012 beschäftigte sich ein Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtages mit den Vorgängen in der ASSE II.

Nachdem es Proteste gegen eine Flutung der ASSE II gegeben hatte, wurden von 2007 bis 2010 drei Optionen für die Zukunft der radioaktiven Abfälle untersucht: Verbleib, Umlagerung der Abfälle in tiefere Schichten der Asse und die Rückholung. Anfang 2010 stellten das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Strahlenschutz fest, dass der Optionenvergleich dazu geführt habe, dass die Rückholung des Atommülls aus der ASSE II die beste Lösung sei.

Die Vorbereitungen zur Rückholung gestalten sich jedoch schleppend. Derzeit ist offiziell vom Beginn der Rückholung im Jahr 2033 die Rede. Ohne Beschleunigung bleibt zu befürchten, dass die ASSE II vorher einstürzt oder absäuft und doch geflutet wird, wie ursprünglich geplant. Die Folge wäre ein unkontrollierter Austritt der Radioaktivität in die Biosphäre.

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