Fundstück April 2026

Signatur: B-2-12.1

Am 26. April 2026 jährt sich die bisher größte Katastrophe in einem Atomkraftwerk zum 40. Mal. Das AKW Tschernobyl in der damaligen Sowjetunion (heute Ukraine) geriet völlig außer Kontrolle, explodierte und verteilte einen großen Teil seines radioaktiven Inventars aufgrund des Graphitbrandes über Europa. Tschernobyl war nicht wie die meisten AKWs ein sog. Leichtwasserreaktor, sondern setzte Graphit als Moderator (zur Abbremsung der bei der Kernspaltung entstehenden Neutronen ein).

Diese RBMK-Reaktoren wurden noch drei Jahre vor der Katastrophe im Leib- und Magenblatt der bundesdeutschen Nukleargemeinde „atomwirtschaft“ so beurteilt: „Die Verlässlichkeit des ganzen Systems ist sehr hoch…“. Wir dokumentierten den Artikel aus der atomwirtschaft vom Dezember 1983.