Welches Gestein eignet sich zur Endlagerung?

Während in anderen Ländern untersucht wurde, inwieweit sich Ton oder kristallines Gestein für die Endlagerung radioaktiver Abfälle eignen würde, setzte die deutsche Endlagerpolitik auf Salz als Lagermedium. Ausnahme ist das Projekt Schacht KONRAD. Dort sollen – weltweit einmalig – radioaktive Abfälle in einem alten Eisenerzbergwerk gelagert werden. Erst in den 1990er Jahren untersuchte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe im Auftrag der Bundesregierung auch andere geologische Formationen. Mit dem Standortsuchverfahren, das 2017 begonnen wurde, wird aber erstmals ernsthaft die Lagerung radioaktiver Abfälle in anderen Gesteinsarten als Salz in Erwägung gezogen. Durch die Fokussierung der deutschen Endlagerforschung auf Salz fehlen ähnlich grundlegende Forschungsergebnisse zu anderen Gesteinsformationen. Hier muss auch auf Erfahrungen anderer Länder zurückgegriffen werden.

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