Ulrich Bomnüter

Ende 1984 gründete sich in Hameln der „Verein für angewandten Umweltschutz (VAU) e.V.“. Zweck des VAU war die Überwachung des AKW Grohnde im Normalbetrieb mit eigenen Messanlagen. Das Messnetz bestand zunächst aus 3, später dann aus 5 Messstellen in 1 – 5 km Abstand rund um das AKW. Jede Messstelle bestand aus Computer, Drucker, Datenspeicher, Messkopf mit 5 Geiger-Müller-Zählrohren, Regenmesser, Windgeschwindigkeitsmesser und Windrichtungsmesser. Konzept, Messhardware sowie Software stammten von dem Kernphysiker Dr. E. Krüger aus Garching.

Nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl, der von den VAU-Meßanlagen auch deutlich registriert wurde, wurden zusätzlich Proben aus Sandkästen öffentlicher Spielplätze gesammelt und zur Cäsium-Messung an das Umweltinstitut München geschickt. 

Ausserdem beschäftigte sich der VAU mit Messungen von Nitrat im Trinkwasser.