
Wir freuen uns, mit den Unterlagen des Vereins für angewandten Umweltschutz (VAU) e.V. einen weiteren Bestand zur Umgebungsüberwachung aus Bürger:innen-Hand bewahren zu können.
Bei der Übergabe am 21. Januar trafen wir uns mit der Kerngruppe des Vereins – dem ehemaligen Vorsitzenden, der langjährigen Aktivistin und dem ehemaligen Schatzmeister des Vereins – zu einem interessanten Gespräch über 15 Jahre Engagement der Bürgerinitiative. Dabei ist ein besonderer Schatz in den Besitz des Archivs gelangt: das Tagebuch des Vereins (siehe Bild).
Der Verein für angewandten Umweltschutz (VAU) e.V. gründete sich am 26.7.1984 (wohlgemerkt: vor Tschernobyl!); die letzte Sitzung fand am 23.11.1999 statt. In den dazwischenliegenden 15 Jahren betreute die Bürgerinitiative bis zu 5 Mess-Stationen, die im Umkreis von 5 km um das AKW Grohnde neben den Wetterdaten die Gamma-Strahlung der Umgebung erfasste. Der Impuls zur Messdatenerfassung und die fachliche Unterstützung stammten von dem Atomphysiker Dr. Eckhard Krüger aus Garching. Ziel des Vereins war es, durch Öffentlichkeitsarbeit zur „objektiven und sachlichen Information“ der Bevölkerung beizutragen. Dazu wurden viele Veranstaltungen und Info-Tische organisiert und der Informationsdienst „VAU Info“ (zunächst „Nachrichten“) herausgegeben, von dem wir dank eines früheren Bestandes viele Ausgaben schon eingescannt haben – sie sind unter der Signatur P-PD1-5-2-6 im Katalog einsehbar.
