Projekt „Schacht KONRAD: WissensWandel“ bewilligt

Die Bundesregierung hat im August 2020 ein Förderprogramm NeustartKultur zur Abschwächung der Auswirkungen durch die Corona-Pandemie im Kulturbereich aufgelegt. Innerhalb dieses Programms wurde im Oktober ein Programmteil ausgeschrieben, der Bibliotheken und Archive bei der Digitalisierung unterstützt, um den Zugang zu Bibliotheks- und Archivgut auch bei Schließung der Einrichtungen zu ermöglichen. Wir haben einen Antrag für das Projekt „Endlagerprojekt Schacht KONRAD – Digitalisierung relevanter Unterlagen des Genehmigungsverfahrens und der gesellschaftlichen Auseinandersetzung im Zeitraum 1982 bis 1993“ eingereicht, der Anfang Januar bewilligt wurde. Die Laufzeit des Programms und damit auch des Projektes ist begrenzt von Januar bis August 2021. Eine kurze Zeit, ein anspruchsvolles, aber machbares Projekt.

Projektinhalte: Gerade vor dem Hintergrund der angelaufenen Standortsuche für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle sind die Erfahrungen mit anderen Endlagerprojekten in Deutschland wichtig. Im Zentrum des Projektes stehen die Archivalien aus der Zeit vom Planfeststellungsantrag 1982 bis zum Erörterungstermin 1993, eine Zeit aus der es sehr wenige Digitalisate gibt.

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Danke!

(SA, 18.9.20/KS) Seit der ersten Idee für das Atomerbe-Archiv haben wir viel Unterstützung  erfahren. Noch vor der offiziellen Gründung des Vereins hat uns das Gorleben-Archiv seine Räume gezeigt und erste Tips mit auf den Weg gegeben. Im März 2019 haben uns Mitarbeiterinnen vom Archiv Grünes Gedächtnis in Berlin einen Großteil ihres Arbeitstages zur Verfügung gestellt, um alle unsere Fragen zu beantworten. Im September 2019 konnten durch die finanzielle Unterstützung der AG Schacht KONRAD zwei Archivmitglieder an einem Fortbildungswochenende an der Fachhochschule Potsdam teilnehmen. Im November 2019 hatte der Leiter des Stadtarchivs Braunschweig ein offenes Ohr für uns und die wunderbaren Angebote, unsere Foto-Sammlung im speziell klimatisierten Raum des Stadtarchivs unterzubringen und uns bei der Beschaffung von Verpackungsmaterialien zu unterstützen.

In der ersten Septemberhälfte diesen Jahres konnten Dank der großzügigen Unterstützung der AG Schacht KONRAD und einiger privater Spender zwei Fortbildungskurse an der Archivschule Marburg finanziert werden.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle allen Unterstützern und Spendern! Ohne Euch und ohne Sie wären wir heute noch nicht da, wo wir jetzt sind.

Fortschritte in Corona-Zeiten

(Mo., 20.7.20/KS) Wir hatten uns eigentlich viel vorgenommen für das erste Halbjahr. Treffen in der Arbeitsgruppe und im Vorstand waren jetzt nur per Video- und Telefonkonferenz möglich, die offenen Treffen fielen ganz aus. Aber wir haben doch ein paar Dinge geschafft: Projektanträge schreiben und Telefonieren, Bestandsgeber kontaktieren und Materialien abholen, Akzessionsbuch einrichten, Übergabeprotokoll und Kassationsblatt entwerfen, eine Datenbank finden, die zu uns „passt“, ein workflow entwickeln und am Handbuch weiterschreiben, uns mit strukturellen Fragen auseinandersetzen. Unser Praktikant konnte die Übernahmeliste für einen Teilbestand anlegen. Und dann waren auch Einsätze zur Bestandssichtung möglich, allein oder zu zweit.

Die ersten Regale stehen

Die ersten Regale sind aufgebaut

(Sa., 14.12.19/KS) Der Mietvertrag ist unterzeichnet! Jetzt haben wir einen großen Raum, den wir als Magazin einrichten können. Das Raumklima ist für unsere Archivalien optimal, es gibt einen Fahrstuhl, und das Gebäude ist verkehrstechnisch gut angebunden.

Am Freitag konnten wir die Metallregale aufbauen, die wir vom Gutachterbüro INTAC „geerbt“ haben (Danke!), und einen Planschrank besitzen wir auch schon. – Unser Archiv nimmt langsam Gestalt an. Als Nächstes werden wir die ersten Umzugskartons öffnen, Übernahmelisten erstellen  und das Material für die Zwischenlagerung frisch verpacken.

Happy birthday, junger Verein!

Geburtstagstore mit einem Radioaktivitätszeichen und einer brennenden Kerze in der MItte.

(So., 27.10.19/SW) Am vergangenen Donnerstag konnten wir das einjährige Bestehen des Vereins „Archiv Deutsches Atomerbe e.V.“ feiern. Was ist im ersten Jahr des Vereins geschehen und was braucht es jetzt? Nach der erfolgten Eintragung ins Vereinsregister wurden eine Homepage und ein Präsentationsflyer entworfen und realisiert. Schnell erreichten den Verein die ersten Angebote, Material zur Verfügung zu stellen. Alle finden es eine prima Idee ihre gesammelten Werke nicht vergeblich aufbewahrt zu haben. Also musste mit Hochdruck nach Räumlichkeiten gesucht werden, wo diese (noch unausgepackten) Kartons trocken und geschützt gelagert werden könnten. Glücklicherweise konnte ein Vereinsmitglied vorübergehend kostenlos einen Raum dafür zur Verfügung stellen. Es wurden im Raum Braunschweig/ Wolfenbüttel zahlreiche Angebote eingeholt und Räume gesichtet. Nicht alle sind zur Archivierung geeignet, da bestimmte Anforderungen an die Raumluft und die Beleuchtung gewährleistet sein müssen. Nun ist es eventuell bald so weit: zum Jahresende könnte ein mehrjähriger Mietvertrag abgeschlossen werden, es handelt sich um Räume, in denen das Archivgut in Regalen systematisch und zugänglich stehen könnte, eine Arbeitsgruppe hat sich dazu schon sehr viele Gedanken über eine sinnvolle Archivtektonik gemacht. Was wir jetzt dringend brauchen: viele neue Mitglieder, die über ihren Beitrag diese Miete absichern! Bitte tretet dem Verein bei und helft ihm bei den nächsten wichtigen und großen Schritten!